Hotspot für digitale Lehrmittel

Durch den Event «Digitale Lehrmittel – praxiserprobt» vom 21. März 2016 verwandelte sich die PH Zürich für einen Abend zum Hotspot für digitale Lehrmittel. Rund 130 Personen aus Schulen, Verlagen, Bildungsinstitutionen und Berufsverbänden sind der Einladung der ionesoft und deren Partnern gefolgt.

Viele der Teilnehmer waren bereits mit der Thematik «Digitale Lehrmittel» vertraut, so konnte viel praktisches Wissen ausgetauscht werden: Sei es vom Unterrichten, Verfassen oder Verlegen – die enorme Vielfalt war beeindruckend.

Vor dem öffentlichen Teil führte die ionesoft ein Partner-Meeting durch. Dabei konnten sich die verschiedenen Akteure kennenlernen, welche auf beook respektive auf die Technologie der ionesoft setzen. Die möglichen Erweiterungen und Entwicklungen wurden von Daniel Stainhauser vorgestellt und anschliessend von den Partnern auf deren Wichtigkeit beurteilt. ionesoft zieht so die Partner bewusst in den Entwicklungsprozess mit ein.

Für den öffentlichen Teil stellte die PH Zürich einen modernen Hörsaal zur Verfügung – der ideale Rahmen für diesen Event. Darin erlebten die Teilnehmer, welche Art von digitalen Lehrmitteln Zukunft hat. Benutzer-Möglichkeiten, Evaluations-Verfahren, eTesting-Funktionalitäten, Erfahrungsberichte und Zukunftsaussichten von und um beook wurden behandelt. Dass eBooks, eTests und eLearning mehr sind als einfach das Papier auf den Bildschirm zu bringen oder ein PDF anzuzeigen, wurde spätestens am Ende der Präsentationen allen bewusst.

Die Präsentationen im Detail

Moderation

Durch die Veranstaltung führte Jürg Fraefel, Leiter Digital Learning Center der PH Zürich und Gastgeber.

Anforderungen an digitale Lehrmittel

Daniel Stainhauer, Geschäftsfüher der ionesoft GmbH, stellte ionesoft vor und zeigte bei einer Live-Demo die wichtigsten Funktionen der beook App. Einen Schwerpunkt setzte er bei den Anforderungen von Benutzern an digitale Lehrmittel und auch bei den Forderungen der Anbieter an ebook-Plattformen.

Evaluation einer eBook-Plattform – Umsetzung und Einführung mit Lernobjekten

Carola Brunnbauer, Dozentin für Medienbildung am Digital Learning Center der PH Zürich, führte die Anwesenden durch den Prozess der Evaluation einer eBook-Plattform. Am Anfang war es lediglich die Suche nach einem EPUB-Ausgabe-Tool, bald aber wurde festgestellt, dass für ein digitales Lehrmittel die EPUB-Ausgabe nur die halbe Miete ist. Die Plattform, in welcher EPUBs konsumiert werden sollen, spielt eine mindestens ebenso wichtige Rolle.

Für die Sammlung von Lerninhalten aus dem LMS «ILIAS» wurde mit beook eine gute Lösung gefunden, um die Inhalte den Studenten auch offline verfügbar zu machen. Dies vor allem auch, damit die Inhalte auch nach Studienabschluss weiterhin ver- und angewendet werden können.

Als nächste Schritte erwähnte Carola Brunnbauer, dass in den kommenden Monaten weitere eBook-Umsetzungen für beook aus InDesign- und Word-Dokumenten durchgeführt werden sollen.

eLehrmittel von hep – seit 2012 erfolgreich im Einsatz

Matthias Heim, Projektleiter digitale Medien vom hep verlag, brachte den Anwesenden näher, dass die hep Strategie auf konsequent für den digitalen Einsatz konzipierte Bücher setzt. Dies offenbarte, welchen Mehrwert angereicherte eLehrmittel im Vergleich zu PDF-Lösungen bieten.

Dass für gewisse Werke «Aktualität» entscheidend ist, zeigte er am Beispiel des Gesellschafts-Lehrmittels auf. Durch die Struktur von eBooks in der eLehrmittel-App lassen sich die Werke einfach und ohne Verlust von benutzereigenen Annotationen aktualisieren.

Im Video werden weitere interaktive Übungsformen der eLehrmittel eindrücklich demonstriert.

Zusätzlich erlaubte er auch einen Ausblick in die nähere Zukunft: «Sharing» wird in den Entwicklungs-Fokus gestellt. Teilen von eigenen Seiten, Annotationen und Übungen, und das mit sauber definierten Lehrer-Schüler-Beziehungen, sollen ab Sommer möglich sein.

Die Einführung von eTesting und eBooks in ­überbetrieblichen Kursen (ÜK)

Marcel Mautz, Geschäftsführer VELEDES Bildung, dem Schweizerischen Branchenverband der Lebensmitteldetaillisten, zeigte mit klaren Fakten, wie sich die Umstellung von Papier-Tests auf eTests in Sachen Effizienz und Zeitgewinn auszahlt. Auch die Lernenden würden direkt davon profitieren, da noch am selben Kurstag auf allfällige Lücken oder Probleme eingegangen werden kann. Veledes setzt dabei auf das in beook integrierte eTesting.

Wer jetzt denkt, dass eTests einfacher sind als handschriftliche, der kann sich von den Resultaten von Veledes vom Gegenteil überzeugen lassen. Es musste aber auch Arbeit investiert werden, um die Aussagekraft der eTests hoch zu halten.

Dass eTesting nicht nur einen Effizienz-Gewinn bei den Kursleitern bringt, sondern auch einen Motivations-Gewinn bei den Lernenden, zeigt das untenstehende Video nur zu gut!

Erfahrungsbericht: eLehrmittel im Unterricht

Die beiden Allgemeinbildungs-Lehrer Roland Nebel und Christoph Bürgi des BBZ Olten stellten sich für ein Interview zur Verfügung – und legten die Tatsachen auf den Tisch. Sie führten aus, dass ein Initialaufwand unumgänglich ist, um im Unterricht gut mit dem eLehrmittel umzugehen. Auch liesse sich nicht alles genau vorausplanen, gerade hinsichtlich technischer Probleme. Dass beim ersten Mal noch nicht alles klappe, sei normal. Es sei in diesem Fall aber von Vorteil, eine Klasse mit einer hohen Frustrations-Schwelle vor sich zu haben.

Die Erfahrungen der letzten Jahre sind aber durchwegs positiv, sodass auch in Zukunft auf das eLehrmittel aus dem hep verlag gesetzt wird.

Roland Nebel und Christoph Bürgi im Interview

Noch einmal möchten wir uns von ionesoft herzlich bedanken bei allen interessierten Zuhörern, bei allen Referenten und bei unseren starken Partnern. Dank wertvollen Kooperationen liegt eine erfolgreiche Zukunft im Bereich der digitalen Lehrmittel, eTesting und eLearning vor uns.